Persönliche Assistenz

15 Antworten die dir helfen,
persönliche Assistenz zu verstehen

Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz, Freizeitassistenz, Wohnassistenz, persönliche Assistenz: Rund um die Assistenz für Menschen mit Behinderung gibt es viele verschiedene Begriffe. Dabei ist es nicht immer einfach den Überblick zu behalten.
Wir erklären die hier die wichtigsten Begriffe rund um das Thema persönliche Assistenz und beantworten eure häufigsten Fragen.

Die häufigsten Fragen zum Thema persönliche Assistenz

Was ist persönliche Assistenz?

Persönliche Assistenz hilft Menschen mit Behinderung dabei ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Wie diese Unterstützung aussieht, ist von Person zu Person unterschiedlich. Persönliche Assistenz umfasst sämtliche Bereiche des Alltags. Assistentinnen und Assistenten können zum Beispiel bei der Körperpflege, bei der Mobilität oder auch bei Tätigkeiten wie Einkäufen und Freizeitaktivitäten Unterstützung leisten.

Ein wesentliches Merkmal der persönlichen Assistenz ist, dass sie sich ganz an den Wünschen, Bedürfnissen und Vorstellungen des Menschen mit Behinderung orientiert.

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Wie sieht persönliche Assistenz in der Praxis aus?

Damit du dir besser vorstellen kannst, wie ein Tag mit persönlicher Assistenz aussehen kann, haben wir hier ein Beispiel für dich vorbereitet:

Mario sitzt im Rollstuhl. Er hat seinen Alltag mit persönlicher Assistenz organisiert.

7:30 Uhr: Sein Assistent Daniel trifft bei ihm ein. Er unterstützt ihn bei der Körperpflege und beim Frühstück. Zusammen bereiten sie sich auf den Tag vor.

9:00 Uhr: Zusammen fahren Daniel und Mario zur Universität, wo Mario an einer Vorlesung teilnimmt.

11:00 bis 12:30 Uhr: Mario und Daniel beschäftigen sich mit der Organisation rund um das Studium.

12:30 Uhr: Daniel und Mario gehen in die Mensa Mittagessen.

13:00 Uhr: Daniel wird von Marios Assistentin Kristina abgelöst, die mit Mario zusammen Lebensmittel einkaufen geht.

[…]

Wer bekommt persönliche Assistenz?

Persönliche Assistenz kann von Menschen mit Behinderung in Anspruch genommen werden. Möglich ist das in vielen verschiedenen Bereichen des Lebens, wie zum Beispiel Arbeit und Beruf, Schule und Ausbildung oder Freizeit und Wohnen. 

Die genauen Regelungen dafür, wer welchen Anspruch auf persönliche Assistenz hat, ist regional unterschiedlich. In Österreich hat so zum Beispiel jedes Bundesland eigene Vorgaben.

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Warum ist persönliche Assistenz wichtig?

Jede und jeder von uns braucht ab und an Assistenz: Die eine Person besucht einen Friseur, weil sie die Haare nicht selbst schneiden kann. Wieder jemand anderes geht zur Steuerberatung, weil die Steuererklärung und alles drum herum sehr kompliziert ist. Oder aber man ruft den Techniker, weil der Herd plötzlich nicht mehr funktioniert.

Persönliche Assistenz unterstützt Menschen mit Behinderungen in all den Bereichen, wo sie Assistenz wünschen um ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben zu führen.

Die Assistenznehmerin bzw. der Assistenznehmer kann seine persönliche Assistenz ganz nach den eigenen Bedürfnissen und Vorstellungen gestalten. Drei Gründe, warum persönliche Assistenz so wichtig ist, sind Selbstbestimmung, Teilhabe und Inklusion.

Selbstbestimmung
Teilhabe
Inklusion

Entscheidungen werden von der Assistenznehmerin bzw. dem Assistenznehmer getroffen. Sie beschließen, wer für sie Assistenz leistet und wo wobei und wann Assistenz geleistet wird.

Persönliche Assistenz stärkt damit die Selbstbestimmung sowie Inklusion und unterstützt Menschen mit Behinderung dabei ein eigenständiges Leben zu führen. 

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Welche Arten der persönlichen Assistenz gibt es?

Wie bereits erwähnt, ist persönliche Assistenz sehr vielfältig. Wie die Aufgaben der persönlichen Assistenz aussehen, ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt wesentlich von den individuellen Bedürfnissen der assistenznehmenden Person ab.

Wie genau persönliche Assistenz definiert und kategorisiert wird, unterscheidet sich nicht zuletzt auch regional.

Auf ava wird zwischen folgenden Assistenzarten unterschieden:

Persönliche Assistenz
Assistenz
am Arbeitsplatz
Freizeit-
Assistenz
Wohn-
Assistenz
Familien-
Entlastungsdienst
Schul-
Begleitung

Was ist Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz?

Wie der Name verrät, bezieht sich die Persönliche Assistenz am Arbeitsplatz auf die Unterstützung bei beruflichen Tätigkeiten. 

Der Aufgabenbereich variiert von Berufsfeld zu Berufsfeld und umfasst alle beruflichen Tätigkeiten, bei denen die assistenznehmende Person Unterstützung braucht – ganz egal ob Bürojob oder körperliche Tätigkeit.

Wie sieht der Alltag in der Persönlichen Assistenz am Arbeitsplatz aus?

Beispiel 1:

Edwin ist der Assistent von Manuel, der in der Personalabteilung in einer großen Firma arbeitet.

Edwin unterstützt Manuel beim Ablegen von Unterlagen, Kopiertätigkeiten und Botengängen im Unternehmen.

Beispiel 2:

Ali ist der Assistent von Sabina. Sabina arbeitet in einem Labor.

Ali unterstützt Sabina in der Logistik und kümmert sich um das Lager mit dem Labormaterial.

Was ist Freizeit-Assistenz?

Die Freizeit-Assistenz umfasst kurz und knapp all jene Bereiche, die in die Kategorie „Freizeit“ fallen.

Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Denn wie die Freizeit-Assistenz aussieht, hängt ganz von den Freizeitvorstellungen der assistenznehmenden Person ab und ist damit völlig individuell.

Wie kann Freizeit-Assistenz aussehen?

Beispiel 1:

Katharina ist begeisterter Manga-Fan.

Deswegen besucht sie zusammen mit ihrer Assistentin Lina die Manga-Convention in Wien.

Beispiel 2:

Robin geht in seiner Freizeit gerne auf Fußballspiele.

Seine Assistentin, Julia, hat den gleichen Lieblingsverein wie Robin. Gemeinsam besuchen sie viele Spiele des Vereins.

Da Freizeitassistenz besonders dann viel Spaß macht, wenn man Interessen teilt, hast du bei ava die Möglichkeit einige deiner Hobbies anzugeben. So steigerst du die Wahrscheinlichkeit Menschen zu finden, die dieselben Hobbies haben wie du!

Was ist Wohn-Assistenz?

Die Wohn-Assistenz umfasst jede Form von Unterstützung, die Menschen mit Behinderung brauchen können, wenn sie in einer eigenen Wohnung leben wollen. Was das genau heißt, ist von Person zu Person verschieden.

Unter anderem können Haushaltstätigkeiten (Aufräumen, Putzen, Kochen, …), Einkäufe, Behördengänge und Arztbesuche in den Aufgabenbereich der Wohn-Assistenz fallen.

Wie kann Wohn-Assistenz aussehen?

Beispiel:

Susa wohnt seit einer Woche alleine in ihrer neuen Wohnung.

Ihr Wohn-Assistent Michael unterstützt sie bei organisatorischen Belangen rund um den gerade erst abgeschlossenen Umzug. Darüber hinaus hilft er ihr auch im Haushalt.

Was ist Familien-Entlastungsdienst?

Der Familien-Entlastungsdienst hat den Sinn, Familien und Angehörige von Menschen mit Behinderung zu unterstützen.

So haben Familien und Angehörige einerseits Gelegenheit, sich um allfällige Termine oder Aufgaben zu kümmern. Andererseits kann der Familien-Entlastungsdienst aber auch dann in Anspruch genommen werden, wenn Familien und Angehörige etwas Zeit für sich brauchen, um Kraft zu tanken.

Was ist Schul-Begleitung?

Schul-Begleitung kann von Kindern und Jugendlichen, die noch zur Schule gehen, in Anspruch genommen werden.

Die Schüler und Schülerinnen unterhalten dabei Unterstützung in allen schulischen Belangen.

Was macht man als persönliche Assistenz?

Die Aufgaben der persönlichen Assistenz richten sich an den Bedürfnissen der Assistenznehmerin bzw. des Assistenznehmers aus. 

Die verschiedenen Assistenz-Arten geben bereits einen Überblick darüber, wie die spezifischen Aufgabenbereiche aussehen können. Wird zum Beispiel nach einer Wohn-Assistenz gesucht, wird es sich bei den Aufgaben auch primär um die Unterstützung bei Tätigkeiten rund um das Thema Wohnen und Wohnung handeln. 

Die genauen Aufgaben und Tätigkeiten werden jedoch immer zwischen Assistentin bzw. Assistent und Assistenznehmerin bzw. Assistenznehmer abgestimmt. Zumeist wird am Anfang der Assistenz-Tätigkeit bereits ein grober Überblick über die zu erwartenden Aufgaben und Tätigkeiten gegeben. So können beide Seiten entscheiden, ob es für sie “passt”.

In der Praxis können die Assistenz-Dienste mitunter auch sehr unterschiedlich aussehen und so abwechslungsreich sein, wie es das alltägliche Leben nun mal ist. Fakt ist also, dass es sich bei persönlicher Assistenz um einen sehr abwechslungsreichen und flexiblen Job handelt! 

Wer eignet sich für den Job als persönliche Assistenz?

Absolut unverzichtbar in der Tätigkeit als persönliche Assistentin oder persönlicher Assistent ist die Freude an der Arbeit mit Menschen

Der Aufgabenbereich ist sehr unterschiedlich und abwechslungsreich. Auch die Arbeitsstunden sind oft sehr flexibel und eignen sich persönliche Assistenz Jobs gut für Menschen, die die Assistenz als Nebenjob betreiben wollen.

Unsere Erfahrung zeigt, dass es in der Assistenz so wie in allen anderen Jobs auch, einfach "passen" muss. Deswegen legen wir bei ava besonderen Wert darauf, dass die Assistenznehmerin bzw. der Assistenznehmer und die Assistentin bzw. der Assistent gut zusammenpassen. Je genauer du dein ava Profil ausfüllst, desto besser werden auch die Assistenz-Vorschläge sein, die ava dir macht. 

Wie wird man persönliche Assistenz?

Grundsätzlich ist für persönliche Assistenz keine spezielle Ausbildung nötig. Manche Assistenznehmerinnen oder Assistenznehmer setzen bestimmte Ausbildungen oder Erfahrungen voraus. Da die persönliche Assistenz aber in der Praxis sehr unterschiedlich aussehen kann, ist das tatsächlich eher die Ausnahme, als die Regel.

Formal gibt es also keine besonderen Voraussetzungen, die persönliche Assistentinnen und Assistenten erfüllen müssen.

Für bestimmte Formen der Assistenz ist jedoch eine Ausbildung notwendig. Dazu gehören die Wohn-Assistenz und der Familien-Entlastungsdienst. 

Was verdient man als persönliche Assistenz?

Der genaue Verdienst ist ab hängig vom Dienstvertrag. Wir raten dir dazu, dich bei einer Träger-Organisation in deiner Nähe zu informieren!

Wer bezahlt persönliche Assistenz?

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Modelle für persönliche Assistenz:

Arbeitgeber-Modell

In diesem Modell ist der Mensch mit Behinderung der Arbeitgeber. Die Person übernimmt die Organisation der persönlichen Assistenz vollständig selbst. Das heißt, dass die Assistentinnen und Assistenten direkt bei ihm oder ihr angestellt sind und auch von ihm oder ihr bezahlt werden.

Dienstgeber-Modell

In diesem Modell wird die persönliche Assistenz über einen sogenannten Träger organisiert. Ein Träger ist eine Organisation, die persönliche Assistentinnen und persönliche Assistenten anstellt und dann an Menschen mit Behinderung vermittelt.

Parallel dazu können auch persönliche Assistentinnen und persönliche Assistenten entweder selbstständig tätig oder bei einer Träger-Organisation angestellt sein.

Bei ava hast du zudem die Möglichkeit, dich auch dann als Assistentin oder Assistent zu registrieren, wenn du noch nicht bei einer Träger-Organisation angestellt bist. Mit ava kannst du dich mit nur wenigen Klicks bei dem Träger deiner Wahl bewerben! Wenn du wissen willst klicke hier.

Was hat ava mit persönlicher Assistenz zu tun?

Wie bereits erwähnt ist persönliche Assistenz für Menschen mit Behinderung wesentlich, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. In der Praxis bedeutet persönliche Assistenz jedoch viel Organisationsarbeit – vor allem für Assistenznehmerinnen und Assistenznehmer.

Die Suche nach passenden Assistentinnen und Assistenten, die Absprache im Team, die Organisation und Koordination von Terminen, die Dokumentation von Assistenz-Zeiten und die Suche nach kurzfristigem Ersatz, wenn jemand aus dem Team ausfällt: Persönliche Assistenz ist kompliziert. Dabei muss sie das nicht sein.

Mit ava ist persönliche Assistenz einfach. 

ava wurde entwickelt, um die Organisation von persönlicher Assistenz in jeder Hinsicht zu erleichtern. Über die Plattform können Assistenznehmerinnen und Assistenznehmer ganz einfach Menschen finden, die WIRKLICH zu ihnen passen. Der Kalender hilft dabei Termine zu koordinieren. Und mit Hilfe der Termin App fällt auch die Dokumentation von Assistenz-Terminen leicht!